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Die Fenix HP30R

Heute möchte ich Euch zur Abwechslung mal wieder eine Kopflampe vorstellen, die auch wieder aus dem Hause Fenix stammt. Bei dem Modell handelt es sich um die HP30R, dem Nachfolger der HP30 und der große Bruder von der HP25R. Welche Funktionen und Besonderheiten sie bietet und wie sie sich im Praxistest schlägt, erfahrt Ihr im folgenden Artikel.

Fangen wir mit der Verpackung und dem Lieferumfang an. Die HP30R kommt in einem schicken, schwarzen Pappkarton, auf dem die wichtigsten Funktionen und Daten abgedruckt sind. Im Karton findet man neben der Kopflampe mit den Kopfbändern die Akkubox, zwei Kabelclips und eine Kabelklammer, ein Ersatzdichtungsgummi, ein Ladekabel und zwei 18650er Akkus mit 2600 mAh.

Kommen wir zu den technischen Daten der HP30R. Insgesamt drei LED´s bringen die Kopflampe zum Leuchten. Zwei Cree XP-G2 R5 sorgen hierbei für das weiche Floodlight und eine Cree XM-L2 U2 sorgt für das gebündelte Spotlight. Jeden Modus kann man separat in vier Helligkeitsstufen zum Leuchten bringen, wobei man zusätzlich noch in einen SOS Modus wechseln kann. Die Modi sind wie folgt eingeteilt:

Spotlight

Low 83 Lumen 83 Stunden
Med 130 Lumen 21 Stunden
High 400 Lumen 6:30 Stunden
Turbo 1.000 Lumen 4 Stunden

 

Floodlight

Low 5 Lumen 400 Stunden
Med 130 Lumen 23 Stunden
High 400 Lumen 6 Stunden
Turbo 750 Lumen 4 Stunden
SOS 130 Lumen

 

Die Werte habe ich von der Fenix Website übernommen und übernehme daher keine Haftung für die Korrektheit.

Mit der HP30R kann so eine maximale Reichweite von 202 m und eine maximale Intensität von 10.268 cd erreicht werden.

Und jetzt haue ich auch noch ein paar untechnische Fakten zur Kopflampe raus:

Kopfteil und Akkubox wiegen zusammen (ohne Akkus) 285 g. Sie messen 7mm x 52mm x 34mm und 115mm x 56mm x 30mm. Vor Wasser und Staub sind sie mit der Schutzklasse IPX-66 geschützt, was bedeutet, dass sie komplett gegen Staub und gegen „hartes Strahlwasser“ geschützt sind.

Am Lampenkopf kann man mit zwei Knöpfen den Leuchtmodus unabhängig voneinander einstellen. Wenn der Lampenkopf komplett eingeklappt ist, verhindert eine Plastikabdeckung der Fassung ein versehentliches Einschalten. Die Linsen sind aus gehärteten, ultra-klarem und anti-reflex beschichtetem Glas. Die Kabelclips ermöglichen eine gute Führung des Kabels am seitlichen Kopfband. An der Hinterkopfplatte befindet sich noch eine zusätzliche Führung für das Kabel. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass dieses etwas weniger steif ist, so dass es sich besser an die Kopfform anpasst. Insgesamt hat es vom Lampenkopf an eine Länge von ca. 105 cm.

Der Stecker zum Verbinden der Lampe mit der Akkubox ist schön groß und sitzt wirklich sehr fest! So habe ich keine Sorge, dass sich die Verbindung versehentlich löst oder Dreck/Wasser eindringen kann.

Die Akkubox selbst besteht aus Kunststoff und sitzt in einer Fassung aus Edelstahl mit Gürtelclip. Mit Hilfe eines Drehverschlusses kann man die Box öffnen, um die Akkus bei Bedarf zu tauschen. An der Oberseite befindet sich außerdem ein Druckknopf, bei dessen Benutzung einem vier kleine LED´s den Ladestand der Akkus anzeigen. An der Front sitzt die Gummiabdeckung des Ladeportes. Außerdem ist unter der Abdeckung ein USB-Anschluss verbaut, da man auch andere Geräte mit der HP30R aufladen kann. Doch wofür ist der Akku eigentlich ausgelagert?

Mit diesem Konzept wurde nicht nur Gewicht am Kopfteil gespart, weshalb man die Kopflampe angenehmer tragen kann, man kann die Akkus im Winter z. B. auch vor Kälte schützen, indem man das Akkufach im Rucksack oder in einer Tasche trägt. Somit kann man bessere Akkulaufzeiten erzielen und die Kopflampe länger tragen.

Besonders gut an der Fenix HP30R gefällt mir dieser ausgelagerte Akku. Schon oft hatte ich im Winter mit Akkuproblemen bei Geräten wie Taschenlampen, Kopflampen und Handys zu kämpfen, doch so bleibt mir dieses Problem wenigstens bei der Kopflampe erspart. Auch die Idee, den Akku als Powerbank verwenden zu können finde ich klasse! Im Notfall kann man so nochmal schnell etwas Strom ins Handy pumpen, um wen anzurufen oder ähnliches.

Neben den besonderen Features, die die HP30R bietet, hat mich wie so oft auch die Verarbeitung, die Fenix bietet überzeugt. Lediglich die vordere Kopfplatte hätte ich gerne in einer Metallausführung gesehen, da ich jedes Mal beim Kippen der Lampe (vermutlich unbegründet) Angst habe, dass gleich die kleinen Plastikhäkchen abbrechen. Sonst zeigt die Verarbeitung der Kopflampe aber Robustheit und Langlebigkeit. Ein weiterer Punkt, den ich mir aber sehnlichst wünsche, ist ein längeres Kabel oder zumindest eine Kabelverlängerung. Große Personen, wie ich selbst, haben Probleme, das Kabel locker vom Kopf bis zum Gürtel zu verlegen. Bei mir klappt dies gerade so, ich kann mir aber vorstellen, dass Personen mit einer Körpergröße von knapp zwei Metern Probleme bekommen könnten. Die Akkubox kann man natürlich zur Not aber auch einfach im Rucksack verstauen.

Viel bleibt mir zum Schluss nicht mehr zu sagen. Mit der HP30R hat Fenix einen tollen, endlich aufladbaren Nachfolger der HP30 auf den Markt gebracht. Die Kopflampe beweist in verschiedensten Situation ihre Funktionalität und Robustheit, weshalb ich sie nicht nur wegen ihrer langen Akkulaufzeit gerne bei Lost Place Touren oder Nachtwanderungen, aber auch Mehrtageswanderungen dabei habe.

Wenn Ihr euch für die Kopflampe interessiert, könnt Ihr sie hier für 134,90€ kaufen. Unter diesem Link findet Ihr auch die Homepage von Fenix.

Ich hoffe, Euch hat dieser Testartikel zur Fenix HP30R gefallen und Ihr konntet etwas Neues dazu lernen. Schaut doch mal auf den sozialen Medien Facebook und Instagram und auf Youtube vorbei, denn dann verpasst Ihr nicht mehr, wenn ich einen neuen Artikel hochlade.

Viele Grüße, Flo

Die HP30R wurde mir direkt vom Hersteller zur Verfügung gestellt, was diesen Test jedoch in keinster Weise beeinflusst hat. Alle Tests auf Outdoorcheck werden gewissenhaft durchgeführt und zeigen sowohl positive als auch negative Aspekte des getesteten Produkts auf. 

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